SCHWEIZER HALTERPRÜFUNG® – das Original seit 1998!

Liebe Hundefreunde,

nachdem der SKN abgeschafft worden ist und sich in Sachen Einheit endlich sinnvolle politische Vorstöße durchsetzen, wird es entspannter im Kanton Zürich. Die Schweizer Halterprüfung® ist gefragt wie nie zuvor. Sie ist eine von Hans Schlegel 1998 initiierte, beim Bundesamt eingetragene und geschützte Marke, die für Qualität und Sicherheit bürgt.

Fortbildungen für etablierte Hundetrainer

Ab Dezember 2017 werden wir mit Fortbildungen für etablierte geprüfte Hundetrainer, die seit mindestens fünf Jahren tätig sind, beginnen. weiterlesen

Konzentration durch Faszination

Tue alles, was Du tust mit Freude!

Das Geheimnis der Konzentration besteht darin, im kleinsten Punkt die größte Kraft zu sammeln, also einer einzigen Sache seine ausschließliche Aufmerksamkeit zu schenken. Bekanntlich und grundsätzlich kann nur ein Gedanke unser Bewusstsein, also unsere Zielvision erfüllen.
Das, was wir als Konzentrationsschwäche nennen, bedeutet, dass sich unsere Gedankeninhalte zu schnell ändern. Es kann viele Gründe für diesen zu schnellen Wechsel der Gedanken geben:

– Innere Verwirrung oder Aufregung
– Assoziationen, die sich uns hartnäckig aufdrängen
– Gefühle, die beim Betrachten einer Sache in uns aufsteigen
– Mangelndes Interesse

Konzentration kann gelernt werden

Konzentration kann gelernt werden, jedoch muss man die Resultate pflegen. Unser Denkvermögen ist vergleichbar mit einem Muskel, der verkümmert, wenn man ihn nicht oder nicht richtig nutzt. Die wenigsten Menschen nutzen ihr Denkvermögen optimal und so nehmen die meisten an, dass man eben mit dem auskommen müsse, was man hat, auch wenn sie damit nicht zufrieden sind. Doch wir können auch hier unsere Fähigkeiten weiterentwickeln.
Konzentration entsteht durch Faszination.

Beispiel Hundeerziehung

Wenn wir von einer Vorgehensweise fasziniert sind, schenken wir ihr doch gerne die volle Aufmerksamkeit und genau dann gelingt es uns am leichtesten, uns zu konzentrieren.
So entwickelt sich die Hundeerziehung in eine freudige Herausforderung. Ziele, die wir ins Positive verändern wollen, steigern unser Konzentrationsvermögen erheblich. Wenn wir mit Freude, Klarheit, Gelassenheit arbeiten und von unserem Tun erfüllt sind, wird auch das Ergebnis den Erwartungen weitgehend entsprechen, die es zu erkennen gilt.
Wenn wir dagegen die einzelnen Trainings als Last sehen, wird uns jedes Training eine Last sein. Diese Haltung lösen wir auf, indem wir die Einstellung zum Training ändern und neue Aspekte erkennen, die uns fesseln können.

 

Reizregulierung (Formales Lernen) Teil 3

Möglichkeiten des Aufbaus

007_Platz nach Spiel

Der „Abruf aus Reizsituationen als motiviertes Spiel“ setzt eine zuverlässige Grunderziehung des Hundes voraus. Die vier Eckpfeiler „Leinenführigkeit“, „Freifolge“, „Platz aus der Bewegung“ und „Freiablage“ sind bereits in formaler Form erarbeitet worden. Ohne dieses Fundament im formalen Lehrbereich ist es nur schwer möglich, den „Abruf aus dem Spiel“ für den Hund nachvollziehbar und konfliktfrei auszubilden.

Der Hundehalter legt seinen Hund ins „Platz“, entfernt sich rund zwanzig Meter von ihm und stellt sich seitlich zu ihm hin. Den Motivationsgegenstand hält er in seiner Hand, sein Arm ist ausgestreckt. Auf das Rückrufsignal kommt der Hund in rasantem Tempo auf seinen Halter zugerannt. Sobald der Hund auf der Höhe seines Halters ist, lässt dieser die Beute fallen und ruft dabei das Kommando „Platz“, das der Hund sofort ausführt, ohne das Spielzeug zu greifen. Das muss korrekt funktionieren, bevor einen Schritt weitergegangen werden kann.
Der Hund sitzt in Grundposition, sein Halter entfernt sich zwei Meter zur rechten Seite. Dann wirft er den Motivator rund vier Meter nach vorne und stellt sich zu seinem Hund zurück. Das Kommando „Lauf“ und unmittelbar danach das Kommando „Platz“ folgen. Wieder hat der Hund die Beute nicht zu beachten und sich sofort ins „Platz“ zu legen.
In einem letzten Schritt wird der Motivator nicht nur vier Meter, sondern rund dreißig Meter weit geworfen. Abermals erfolgt nach dem Kommando „Lauf“ das Abbruchsignal. Kooperiert der Hund, darf er zum Abschluss der Arbeit die Beute greifen, zum Hundehalter zurückbringen und sie dort auf das Kommando „Platz“ ausgeben.

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Für diejenigen Hunde, die an der Beute nicht interessiert sind, wird der Lernschritt in der zweiten Variante über den Halter ausgeführt. Im Aufbau ist es dabei von Vorteil, wenn eine Hilfsperson das Training unterstützt.
Der Hund wird in der Grundposition ins „Platz“ gelegt. Der Hundehalter entfernt sich rund fünfzig Meter, dreht sich dann um und steht seinem Hund gegenüber. Die zweite Person stellt sich hinter den Halter und hält ein Schlauchstück in der Hand. Sobald der Hund mit dem Abrufsignal gerufen worden ist, wirft die Hilfsperson das Schlauchstück über den Hundehalter auf eine Distanz von rund zehn Metern. Trifft der Schlauch auf dem Boden auf, gibt der Hundehalter das Kommando „Platz“. Der fallende Schlauch stoppt den Hund und unterstützt den Befehl zusätzlich, da er diese Vorgehensweise mit dem Sozialen Lernen verknüpft. Der Hund hat sich sofort hinzulegen, darf die vor ihm liegende Beute nicht fassen und hat die Distanz zu seinem Halter zu wahren.

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Zeigt der Hund diesen Ablauf zuverlässig, schnell und fehlerfrei, kann zur korrekten Ausführung des Lernziels ohne Hilfsperson übergegangen werden.

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