Hundeerziehung kann so einfach sein …

Aller Anfang braucht Kraft

Manche Menschen werden als Sieger geboren, andere müssen das Siegen erst lernen. Siegen heißt dabei nicht, einen anderen zu „besiegen“ und damit zum Verlierer zu machen, es bedeutet vielmehr, miteinander zu gewinnen. Eine Aufgabe ist immer nur dann gelöst, wenn alle Beteiligten davon gleichermaßen profitieren. Zwar können auch Sieger in Konkurs gehen, geschieden oder krank werden, aber was sie von anderen dabei unterscheidet, ist ihre Art, damit umzugehen: Sie gehen aus allem gestärkt hervor. Sie wissen, dass es auf dieser Welt keine Fehler gibt, nur Feedbacks. So werden sie durch alles, was geschieht, stets besser und effektiver. Vor allem aber gehen sie den Weg der Freude, denn Erfolg ohne Freude ist kein Erfolg. Sie wissen, was sie wollen, und deshalb bekommen sie es auch – Hindernisse treten bekanntlich zur Seite, um den vorbeizulassen, der weiß, wo er hin will. Sieger wissen auch, dass das Leben ein Spiel ist, in dem letztlich jeder gewinnt. Daraus entstehen Souveränität und Lebenskompetenz – die wesentlichen Voraussetzungen, um das Leben wirklich genießen zu können. Hunde leben genau diese Form der Souveränität!

Vorstellungen und Umstände

Viele Menschen glauben, dass Probleme durch Umstände, Dinge, Beziehungen – also von außen – entstehen. Das ist jedoch ein Irrtum. Ein Problem erwächst aus der eigenen festen Vorstellung über Umstände, Dinge etc. Diese Vorstellung kann entweder von außen oder von innen geändert werden. Eine Änderung von außen erfolgt durch eine Veränderung der nicht gefallenden Dinge, soweit das möglich ist (Umzug, neue Arbeitsstelle u.a.m.). Ist das nicht der Fall, muss eine innere Änderung, also eine andere Einstellung erfolgen. Dazu gehört die Überzeugung, alles bewusst loslassen zu können, was nicht wirklich zu einem gehört: Minderwertigkeitsgefühl, Eitelkeit, Neid, Gewohnheit, Dinge hinauszuzögern, Selbstmitleid, Rache, Reue, Egoismus, Ärger, Angst, Stress, Eifersucht, Enttäuschung, Aggression, Sorgen, Empfindlichkeit, Zweifel, Wut, Verurteilen, Unehrlichkeit und viele andere, nicht von Natur aus im Menschen angelegte Wesenszüge. Es sind alles „Fehlprogramme“, die „gelöscht“ und durch neue, positive Programme ersetzt werden können.

Eine souveräne Einstellung erhalten

Bei der Zeugung eines jeden Menschen gehen 300 Millionen Samenzellen an den Start. Jede will die Erste sein – aber nur eine gewinnt und bringt ein wundervolles Individuum hervor. Sie hat das erste und entscheidende Rennen ihres Lebens gewonnen. Sie ist offensichtlich etwas ganz Besonderes und einzigartig. Nie wieder im Leben wird sie gegen eine solche Konkurrenz antreten. Sie hat es geschafft, und damit ist alles, was danach kommt, für sie ein Kinderspiel.
Das Leben ist ein ständiger Lernprozess, der niemals aufhört – und nur wer das erkennt, wird Erfüllung und innere Ruhe finden. Der Sinn des Lebens ist die Evolution. Für den Menschen bedeutet das, sein Bewusstsein zu entwickeln, die enormen Möglichkeiten, die in ihm angelegt sind, zu entdecken und sinnvoll mit Freude zu nutzen. Jeder erhält das, was er verursacht – aber nur der Erfolgreiche gibt es auch zu!

Umsetzen in die Mensch – Hund – Beziehung

Hundehalter lassen sich oft von Tatsachen beeindrucken, also von Gegebenheiten, die sich einmal bewährt haben und damit zur Realität wurden. Sie halten sie für unabänderlich, obwohl sie jederzeit in eine andere Tatsache, also in eine andere Realität umwandelbar sind. Wer einen Raufer als Hund hat, hält das für eine gegebene Tatsache und übersieht dabei, dass er sie augenblicklich ändern könnte, wenn er wollte: Realität ist stets bereit, jede beliebige Form anzunehmen, wenn eine andere Ursache gesetzt wird. Die wichtigste und wirksamste Ursache ist die Überzeugung.
Überall im Universum ist Fülle. Sie ist ein wichtiger Bestandteil des wahren menschlichen Wesens. Wenn sie in einem Bereich während der Hundeausbildung teilweise nicht oder nicht umfassend in Erscheinung tritt, muss es dort Kernglaubenssätze geben, die das verhindern. Der erste Schritt zum Erfolg sollte daher sein, sich diese innere Misserfolgsformel bewusst zu machen und anschließend in eine wirksame Erfolgsformel umzuwandeln.

Es sollten alle Misserfolgsformeln und Kernglaubenssätze des Mangels aufgelöst werden, und zwar in allen Lebensbereichen, denn der Hund ist der perfekte Spiegel seines Halters, der dessen inneres Fühlen nach außen transportiert und sichtbar werden lässt. Diese sichtbaren Bilder liefern die Stichworte für die innere Erfolgsformel, denn sie weisen auf bisherige Schwachstellen hin. Schwächen werden nicht überwunden, indem ihre Symptome – die sichtbaren Fehler – bekämpft werden, sondern indem sie bei der Wurzel gepackt werden: beim falschen Denken!

Jeder Hundehalter sollte daher sehr genau prüfen, welche Überzeugungen in ihm wirken. Glaubenssätze wie beispielsweise „Man kann nicht alles haben“, „Seinem Schicksal kann man nicht entrinnen“, „Ich werde vom Pech verfolgt“, „Glück ist eben Glückssache“, „Mit dem Alter kommen auch Beschwerden“, „Man hat mir nie eine Chance gegeben“, „Früher war alles besser/einfacher“, „In der heutigen Zeit ist es viel schwerer“, „Der Preiskampf treibt mein Geschäft in den Ruin“, „Die Konkurrenz ist zu groß“, „Ich kann mir das niemals leisten“ setzen sich als Ursachen in seinem Leben und bei seinem Hund durch – und bestätigen sich stets selbst. Wer meint, dass unter gegebenen Umständen die Lösung eines Problems nicht möglich ist, sollte sich diejenigen Umstände schaffen, die eine Problemlösung ermöglichen. Die meisten Schatten in der Hundeerziehung kommen daher, dass sich Hundehalter selbst in die Sonne stellen. Sie ertrinken nicht, weil sie ins Wasser fallen – sie ertrinken, weil sie im Wasser bleiben!

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