Welpenerziehung Teil 1

„Hilfe, mein Welpe beißt und beißt und beißt …“

Vor kurzem rief mich eine Dame an und klagte völlig aufgelöst, dass ihr zwölf Wochen alter Welpe sie, wann immer er könne, beiße. Die gute Frau hatte alles befolgt, was ihr gesagt worden war: Sie hatte eine Woche im Schlafsack auf dem Boden verbracht, damit sich der Kleine nicht allein fühlte. Bereits in der zweiten Nacht hatte dem kleinen Hund diese Nähe nicht mehr gereicht, und das Spiel endete im Schlafsack. Seit dieser Zeit fordert der Welpe, wann immer er Lust hat, seine Halterin auf, etwas mit ihm zu unternehmen – mit Erfolg. Nun ist sie sein Spielball – und wird auch entsprechend von ihm behandelt.

Sie schilderte die Situation so:
„Also kurz zu unserem Welpen: Es ist ein Border Collie-Mix-Rüde, jetzt zwölf Wochen alt. Wir haben ihn schon seit zwei Wochen zu Hause. Uns wurde gesagt, dass wir erst in die Welpenspielgruppe gehen dürfen, wenn er zwölf Wochen alt ist. Nun das Problem – oder auch natürliches Verhalten? Jedes Mal, wenn wir Gassi gehen, läuft er anfangs ganz normal neben uns her, meist ohne Leine, da wir in der Nähe eines Felds wohnen und er sich mit Leine oft zu gehen sträubt. Wenn wir irgendwann den Rückweg antreten, läuft er stets vor mich und beißt mir in den Schuh, in die Wade oder zieht an meinem Hosenbein. Er beißt mir bei jeder Gelegenheit sofort in die Hände, auch wenn ich ihn nur liebkosen oder streicheln möchte. Ich kann mir vorstellen, da er ja ein Hütehund ist, dass er das als natürliches Verhalten mitbekommen hat und es ihm abgewöhnt werden muss. Aber ich weiß zur Zeit nicht, wie ich das bewerkstelligen soll. Es ist echt nicht toll, seinen Hund vor sich her zu stupfen, bloß weil er nicht laufen will. Ich nehme ihn dann meist an die Leine und halte ihn damit von mir weg, doch dann beißt er wie verrückt in die Leine. Nach ein bis zwei Minuten gibt er kurzzeitig auf, fängt aber bald wieder damit an. Das Schlimme daran ist, dass es jeden Tag heftiger wird, was mich zunehmend ratloser macht.
Ein weiteres Problem ist, dass er einfach noch nicht hören will. Wir haben schon ein paar Mal mit ihm das ,Komm‘ geübt, er befolgt es auch, aber sobald er abgelenkt ist oder keine Lust mehr hat, macht er, was er will. Wie kann ich da weiter vorgehen? Was gibt es für Methoden, ihm das beizubringen – oder hilft da nur ständiges Training?
Wenn er etwas macht, das er nicht darf, dann sage ich laut ,nein‘. Manchmal bellt er mich daraufhin an. Kann ich ihm das auch abgewöhnen?
Für Hilfe wäre ich sehr dankbar, denn ich bin mit meinem Latein ziemlich am Ende und habe in der Literatur nicht wirklich Lösungen für meine Probleme gefunden.“

Das Verhalten von Hunden ist das Ergebnis des „Dialogs“, den wir mit ihnen führen

Um es vorweg zu sagen: Hier läuft noch ziemlich alles in die falsche Richtung, was nur falsch laufen kann.

Nachdem sich die verzweifelte Hundehalterin etwas beruhigt hatte, wurde ihr erklärt:
„Aus menschlicher Sicht sind Ihre Bemühungen völlig nachvollziehbar, nur kann ein Welpe – als sogenannter Beutegreifer – diese, Dauerbetreuung‘ nicht verstehen oder gar nutzbringend  umsetzen. Bei Ihnen findet momentan ein permanentes Gegeneinander und kein Miteinander statt.“

Ihr wurde empfohlen, sich als Erstes Gedanken über ihr Ziel zu machen und sich klar zu werden, wie sie sich das Zusammenleben mit ihrem Hund vorstellt. Dazu wurden ihr folgende Fragen gestellt:
„Was macht Ihnen Freude, wenn Sie mit Ihrem Hund draußen in der Natur spazieren gehen? Was ist Ihnen wichtig, wenn Sie sich mit Ihrem Hund beschäftigen? Wollen Sie einen angenehmen, ruhigen und gelassenen Begleiter, der auf Sie achtet und auf Sie hört? Oder wollen Sie einen Hund, der nur herumtoben will, Sie permanent auffordert, anspringt und beißt, der sich wie ein Rüpel benimmt, so wie wir es von Hundewiesen und Hundetreffs her kennen?“
Das sind die ersten Entscheidungen, die ein Hundehalter zu treffen hat. Erst wenn er ein klares Ziel vor Augen hat und sein Hund gut sozialisiert im Umgang mit Mensch und Umwelt ist, folgen sinnvollerweise als zweiter Schritt Überlegungen dazu, was aus dem Hund einmal werden soll. Wer als Ziele gleich Agility, Treibball, Dogdancing oder Clickertraining angibt, übersieht, das Lernen bereits jetzt beginnt und nicht erst in der Hundeschule. Sozialisieren heißt, jeden Tag daran zu arbeiten, und nicht nur einmal wöchentlich in der Hundeschule. Es ist sehr wichtig, dass zuerst die Mensch-Hund-Beziehung aufgebaut wird, und zwar so lange, bis sie wirklich verankert ist.

Wichtige Hilfestellungen für Soziales Lernen

Der Weg, ein harmonisches Miteinander von Mensch und Hund aufzubauen, zu fördern und zu verankern, besteht aus drei Etappen.
Die erste Etappe, die Sozialisierung, die heute beschrieben wird, nimmt ungefähr drei bis vier Wochen in Anspruch und umfasst folgende Themenbereiche:

–    die richtige innere Einstellung und Zielklarheit gewinnen
–    die Hausordnung als Nabelschnur der inneren Ruhe
–    die Tischübungen für ein kooperatives Miteinander
–    sozialisiertes Spazierengehen – der Mensch im Mittelpunkt

In der nächsten Ausgabe geht es weiter mit der zweiten Etappe und den Themenbereichen:

    Bodenarbeit als koordinierte Distanzregulierung
–    die ruhige Sitzübung bei Umwelteinflüssen und anderen Reizen
–    das Beutetragen-Lassen – Konditionierungsformen entdecken
–    das Apportierspiel – Anker für ein harmonisches Miteinander

Die dritte und letzte Etappe schließlich behandelt die Themenbereiche:

    Sozialisierung und Konfrontationsformen mit Umweltreizen
–    Möglichkeiten mit Artgenossen umzugehen – was macht Sinn,
      und was ist Unsinn?

Etappe 1: Einstellung und Zielklarheit

Die Kontrolle der persönlichen Einstellung spiegelt schlicht die Denkgewohnheiten eines Menschen wider. Die richtige Einstellung führt zu emotionaler Ausgeglichenheit, innerem Gleichgewicht und einem positiven Energiefluss. Mit anderen Worten: Es ist sehr wichtig, dass der Mensch klar weiß, wohin ihn seine Ziele, die er sich gesteckt hat, führen. Er muss sich diese Ziele bildlich vorstellen können. Alle Spitzenathleten, mit denen Hans Schlegel im Hundesport arbeitet, sind disziplinierte Denker. Eine bestimmte Konstellation von Verhaltensweisen charakterisiert den erfolgreichen Wettkämpfer. Dieser Bereich reflektiert das Ausmaß, in dem die persönliche Einstellung eines Hundehalters mit der von erfolgreichen, hochrangigen Sportlern übereinstimmt. Das ist der erste Schritt zum „Leader“, den jeder Hund braucht. Der zweite Schritt führt vom „Versuch“ zum „Wollen“. Führungsbewusstsein ist vor allem eine geistige Einstellung. Hier gilt es insbesondere, den Willen zu fokussieren und zu stärken.

Der Wille ist die auf ein Ziel gerichtete Kraft, die Veränderung bewirkt. Ohne diese mental wichtige Einstellung können auch die besten Techniken nicht helfen, langfristig und anhaltend erfolgreich zu sein.

Was Willenskraft schaffen kann, verdeutlicht nachfolgende kurze Anekdote:
Ein Schüler fragte seinen Meister, was Wille sei. Der Meister packte ihn beim Kopf und tauchte ihn unter Wasser. Zunächst schien dies für den Schüler ein Spiel zu sein. Er wehrte sich kaum. Doch als der Meister ihn weiter mit aller Kraft unter Wasser tauchte und dem Schüler langsam die Luft ausblieb, da mobilisierte er am Ende alle seine Kräfte, um sich aus der Hand des Meisters zu befreien und den Kopf aus dem Wasser zu ziehen, um wieder Luft zu bekommen. „Jetzt kennst du deinen Willen!“, sagte der Meister.

Die meisten Menschen haben keinen wirklichen Lebenswillen. Sie „versuchen“ alles nur. Und wenn es nicht gleich mit Leichtigkeit funktioniert, dann geben sie sehr schnell auf und „versuchen“ etwas anderes. Wer etwas nur „ver-sucht“, hat keinen Willen, sondern „sucht“ nur ein Alibi, um sagen zu können: „Das habe ich auch schon versucht, es funktioniert aber nicht.“ Auf den Grabsteinen vieler Menschen könnte deshalb stehen: „Er versuchte zu leben, aber es blieb beim Versuch.“ Hunde „klopfen“ da ganz andere und vor allem sehr klare Sprüche: „Hunde, ihr müsst beharrlich, konsequent und beständig sein – so lange, bis euer versuchender Mensch aufgibt.“

Der Wille ist das Potenzial, das wirklich etwas bewegt, etwas verändert, unbeirrt und beharrlich Energie ansetzt, bis das Ziel erreicht ist. Wer „versucht“, macht halbe Sachen, wer „will“ macht die Dinge ganz – bis zum erfolgreichen Ende. Ruhm wird nicht dadurch geerntet, etwas angefangen, sondern dadurch, etwas vollendet zu haben. Wer im Leben und in der Hundeausbildung alles nur versucht, bleibt immer und bei allem Anfänger. Wer vollendet, wird zum „Leader“. Der Energieunterschied zwischen den beiden Aussagen „Ich versuche zu gewinnen“ und „Ich will gewinnen“ ist spürbar groß. Der Schüler in der kleinen Geschichte hat auch nicht „versucht“ zu überleben. Er wollte leben und hat seine letzte Kraft mobilisiert, um seinen Kopf wieder an die Luft zu bringen. Über derartig klare und starke Motivprogramme verfügen auch Hunde, die sie der menschlichen Persönlichkeit ihrer Halter tagtäglich gegenüberstellen, um auszuloten, wer „versucht“ und wer „will“.

Menschen haben Hunden jedoch voraus, dass sie logisch denken und somit ein klares Ziel vor Augen haben, das sie messerscharf umrissen definieren können. Nichts beeinträchtigt die Leistung mehr als die Unfähigkeit, Energie und Aufmerksamkeit auf ein Ziel, auf eine Aufgabe zu lenken. Energie kann entweder wirkungslos verpuffen oder, fokussiert, ein Höchstmaß bewirken. Diese Konzentration auf ein Ziel ist der zweite grundlegende Schritt in der Hundeausbildung. Danach kann damit begonnen werden, die Leiter des Erfolgs Stufe für Stufe zu erklimmen.

Die Hausordnung

Hausordnung bedeutet, dass der Welpe einen einzigen festen Platz zugewiesen bekommt, an dem er sich im Haus ausruhen kann. Der Ruheplatz soll gemütlich eingerichtet sein, jedoch ohne Spielsachen. Ein Kauknochen macht Sinn, und natürlich soll ausreichend frisches Wasser in erreichbarer Nähe sein. Der Platz wird mit einer Anbindevorrichtung ausgestattet. Der Haken soll in sechzig Zentimeter Höhe angebracht werden, und die Leine soll eine Länge von achtzig Zentimetern haben. Der Karabiner am Ende der Leine soll nach allen Seiten schwenkbar sein. Dieser Ruheplatz ist der Dreh- und Angelpunkt der ersten überaus wichtigen Erziehungsschritte. Innerhalb kürzester Zeit lernt der Welpe dadurch folgende Sozialisierungsschritte:

–    das Alleinsein für kurze Zeitabschnitte
–    nicht zu randalieren und Gegenstände anzunagen
–    das ruhige Sitzen, wenn jemand zu ihm hingeht
–    dass der Platz zum Ruhen gedacht ist
–    das „Melden“, wenn „Pipi-Time“ ist
–    Besucher ruhig und freundlich zu empfangen, ohne an ihnen
      hochzuspringen


Bekanntlich ruht ein Welpen noch sehr viel, und da er sich alle Stunde kurz versäubern muss, ist er mehr als ausreichend aktiv und darf zum „Ruhelernen“ ohne schlechtes Gewissen an einem Brustgeschirr auf seinem Ruheplatz festgebunden werden. Durch die regelmäßigen Beschäftigungen wird der Welpe auf eine angenehme Art und Weise konditioniert, auf dem ihm zugewiesenen Platz selbstständig zur Ruhe zu kommen, und lernt vor allen Dingen, dass jede Aktivität auf diesem Platz beginnt und auch wieder dort endet. Durch dieses häusliche Programm sind beide, der Mensch ebenso wie der Hund, entlastet, womit der Grundstein für eine gradlinige und stressfreie Zukunft gelegt ist. Bevor sich der Mensch mit dem Hund im Haus beschäftigt, sollte er immer erst zu dem Welpen hingehen, ihm das Sitzkommando geben und dessen Ausführung verlangen, fünf Sekunden warten und ihn dann ruhig und sanft an der Brust loben. Beginnt der Hund hektisch zu werden, sollte der Mensch sich aufrichten, ein paar Schritte rückwärtsgehen, wieder fünf Sekunden warten und die Übung erneut beginnen und so lange durchführen, bis der Welpe ruhig sitzen bleibt, wenn der Mensch zu ihm hingeht, und das sanfte Lob erwartet, aber nicht einfordert.

Genau diese hochsensible Mischung aus positiver Erwartungshaltung und Wartenkönnen macht den Erfolg aus. Anderenfalls würde der Hund permanent einfordern, was für alle Beteiligten Stress und keine innere Ruhe bedeuten würde. Der Unterschied zwischen einer positiven Erwartungshaltung und einem unkontrollierten Einfordern spielt eine ganz entscheidende Rolle. Das gleiche Ritual wird durchgeführt, wenn Kinder oder Besuch den Hund begrüßen und streicheln möchten oder dem Hund sein Futternapf gereicht wird. Diese einfache Übung hat einerseits zur Folge, dass sich der Welpe, wenn beim täglichen Spaziergang jemand getroffen wird, der mit dem Hund Kontakt aufnehmen möchte, innerhalb kürzester Zeit selbstständig hinsetzt und auf das sanfte Loben wartet. Andererseits führt sie dazu, dass der Welpe, wenn ihm das Futter gegeben wird, lernt, sukzessive im ruhigen Sitzen immer länger zu warten, bis er sein Fressen bekommt. Später kann dieses Verhalten leicht mit einem Kommando verknüpft werden: Der Napf wird so hingestellt, dass der Welpe ihn nicht erreichen kann. Dann wird er ins „Sitz“ kommandiert, der Mensch entfernt sich. Nach einer angepassten Zeit kommt er zum Hund zurück, geht zu ihm hin, wenn er sitzt, und gibt ihm das Futter. Die Zahl solcher kleinen Übungen, die wiederkehrend sind und deren Ausführung vom Hund vor allem stets gleich verlangt werden kann, ist groß. Deutliche Vorgaben schaffen Erleichterung und Klarheit – für Mensch und Hund.

Einer der Hauptvorteile der Hausordnung besteht darin, dass der Welpe von klein auf lernt, dass das Haus seines Menschen kein Spielplatz, sondern ein Ruheort ist. Beschäftigung gibt es draußen in Gottes schöner Natur. Sobald der Hund selbstständig und gerne seinen Ruheort aufsucht, kann damit begonnen werden, ihn daran zu gewöhnen, dass er dort ruht, ohne ihn anzubinden. Hans Schlegel erzielt bei seinen Hunden den größten Erfolg damit, dass er ihnen, wenn er sie ins „Sitz“ kommandiert, vor dem Ruheplatz einen Kauknochen in den Fang gibt und sagt: „Geh auf deinen Platz.“ Seine Hunde lieben diese Aufforderung, gehen in den Korb und widmen sich genüsslich dem Knochen. Diese Vorgehensweise stellt eine sehr wertvolle Vorstufe dar, wenn sich der Hund später frei im Haus bewegt. Kommt Besuch und der Hund meldet auf den Glockenton hin, wird der Hund mit den Worten „brav aufpassen“ zunächst bestätigt, ein paar Sekunden später folgen dann ein Zischlaut und das Kommando „Geh auf deinen Platz.“ Das funktioniert sehr gut. Die häufig gestellte Frage, ob eine Hundebox zum gleichen Ergebnis führt wie die Anbindevorrichtung, muss verneint werden, denn mit der Box wird für den Hund ein weiterer territorialer Bereich in seinem Territorium geschaffen, was sogar zu zusätzlichen Konflikten führen kann. Die Erfahrung zeigt, dass ein Hund alles offen empfangen sollte, ihm jedoch nur koordiniert begegnen darf, und zwar ausschließlich, wenn sein Mensch es will – und nicht, wenn der Welpe es von ihm einfordert.

Tischarbeit

Für die Arbeit mit dem Welpen auf einem Trainingstisch ist die wichtigste Disziplin die Platzstellung. Das ist die einzige Übung, bei der sich gekonnt mit dem Hund gleichermaßen sanft und konsequent auseinandergesetzt werden kann, und bei der er lernt, dass (seine) Menschen weggehen und immer wieder zurückkommen. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass sich der Mensch immer im Uhrzeigersinn um den Tisch herum bewegt, sobald der Hund die Platzstellung eingenommen hat. Wenn er zuverlässig liegen bleibt, wird in gerader Linie von ihm weggegangen, fünf bis fünfzehn Sekunden gewartet, zum Tisch zurückgegangen, der Hund ins „Sitz“ kommandiert und in dieser Position sanft an der Brust gelobt. Auf keinen Fall darf mit Leckerlis bestätigt werden! Es ist ausschließlich sanftes, ruhiges Loben angesagt.

Sozialisiertes Spazierengehen

Mit sozialisiertem Spazierengehen ist gemeint, dass der Hund Spaß an seinem Halter hat, weil dieser ein toller „Leader“ (geworden) ist. Natürlich soll der Hund schnuppern und die Welt erkunden, jedoch wird ihm der Radius beim Freilaufen mit maximal zehn Metern vorgegeben. Es empfiehlt sich, die ersten Spaziergänge dieser Art nur im Wald zu machen. Am besten wird durch den Wald abseits des Weges gelaufen und so getan, als ob Pilze gesucht würden. Sobald der Welpe unaufmerksam wird, sollte ein großer Baum angesteuert und stehen geblieben werden. Der Welpe wird sehr schnell nervös werden und zu suchen anfangen. Wenn er seinen Halter gefunden hat, sollte dieser einfach weiter ruhig nach Pilzen suchen und den Welpen unter keinen Umständen fürs Finden loben, damit er weiterhin darauf achtet, seinen Menschen nicht zu verlieren. Würde der Hund dafür gelobt werden, würde er verknüpfen, dass der Mensch froh ist, dass er wiederkommt – und würde künftig zunehmend länger wegbleiben. Die einzige Hilfestellung, die gegeben werden sollte, wenn der Welpe in die falsche Richtung läuft, ist, sich kurz zu zeigen und beispielsweise zu husten. Damit soll vermieden werden, dass der Hund durch das plötzliche Verlieren seines Menschen in Panik gerät. Danach sollte aber unbedingt ruhig weiter Pilze gesammelt werden. Es ist erstaunlich, was diese einfache Übung auslöst. Wichtig ist, dieses „Pilze-Suchspiel“ allein zu spielen, ohne weitere Personen, damit sich der Welpe nicht entscheiden muss, wem er sich anschließen soll. Wenn der Welpe das Spiel verinnerlicht hat, wird er auch später konsequent seinen Halter suchen, selbst wenn Umweltreize wie andere Hunde, Menschen oder spielende Kinder ihn ablenken. Er wird sich augenblicklich nach seinem Menschen ausrichten und ihm vor allem bei jeder auch noch so kleinen Gangartänderung folgen.

An das sozialisierte Spazierengehen im Wald schließt sich das Aufsuchen öffentlicher Anlagen wie Bahnhöfe, Schulhäuser und Parks an. Bei jedem Anzeichen von Stress sollte der Hund ins „Sitz“ kommandiert und so lange gewartet werden, bis er sich selbstständig beruhigt hat und sich wieder nach seinem Halter ausrichtet. Auf den Hund sollte niemals eingeredet werden – er soll seine eigenen Erfahrungen machen und genügend Zeit haben, sie auch zu verarbeiten. Während der Mensch lernt, seinen Hund zu beobachten und Voraussicht zu gewinnen, lernt der Hund, Außeneinflüsse selbstständig einzuordnen, ohne seinen „Leader“ aus den Augen zu verlieren. Es macht viel Spaß, einen Welpen aus seiner Sicht zu betrachten.

Welpenerziehung Teil 2

Wie bereits erwähnt, geht es im zweiten Teil mit der Bodenarbeit, weiter: Die Tischarbeit wird auf dem Boden konditioniert und konfliktfrei verankert.

– Bodenarbeit
– Ruhiges Sitzen
– Beutetragen-Lassen
– Apportierspiel
– Sozialisierung mit Umweltreizen

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